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Domchor
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Domkapellmeister Msgr. Prof. Dr.Dr G.P.Köllner  geb. 14.06.1902 - + 20.07.1971

Domkapellmeister Msgr. Prof. Dr.Dr G.P.Köllner  geb. 14.06.1902 - + 20.07.1971

1961 kam ich in den Mainzer Domchor. Nach einer Vorbereitungszeit zum Erlernen der Gregorianik und diverser musikalischer Regeln im Vorchor, kam ich zu den “Großen”.  Dort wurde man einem der älteren Sänger anvertraut, der dann für den “Kleinen” verantwortlich war. Pädagogisch  sehr modern.

Jeden Sonntag ging es um 9 Uhr zum Einsingen für das Amt um 10 Uhr  und um 14 Uhr zum Einsingen für die Vesper um 15 Uhr in den Dom. Der Domchor war und ist fester Bestandteil der Liturgie am Mainzer Dom. Hinzu kamen die Proben während der Woche nachmittags: Dienstag, Donnerstag und Freitag. Freitags Probe mit den Männern.

Später, als ich im Tenor mit sang, gab es einmal im Monat eine Flasche Wein. Aber was Feines!

Aber immer kam es auf den “Chef” an, Prof.Dr. Georg Paul Köllner. Eine Seele von Mensch, der aber auch eine kräftige Handschrift hatte, die man ihm nie übel nahm.

28 Jahre leitete er den Mainzer Domchor und hatte einen Lehrauftrag für Praxis, Theorie und Geschichte der katholischen Kirchenmusik.

Als waschechter Mainzer besuchte er das Rhabanus-Maurus-Gymnasium wie seine Vorgänger im Amte des Domkapellmeisters, Georg Viktor Weber und August Rudolf Vogt, und war Alumnus des Mainzer Priesterseminars. Er war nach seiner Priesterweihe 1926 Kaplan in Froschhausen, Klein-Zimmern, Worms-Horchheim und Bodenheim. Seine kirchenmusikalische Ausbildung erhielt er von seinem Vorgänger Vogt und in Regensburg von Prof.Carl Thiel und Domkapellmeister Theobald Schrems.

Von 1936 bis 1948 war er in der Jugendarbeit tätig als Präses der Marianischen Congregation. 1940 übernahm er die Leitung des Domchores. “Jeder Cantor ist Person. Alles Reden über Richtungen und Entwicklungen ist vergebens, wenn sich nicht der gotterfüllte Musicus mit dem gottbegnadeten Pädagogen verbindet.” (Köllner) - Der war er.

Nach dem Krieg war er Sachbearbeiter für Orgel- und Glockenfragen.

Der Höhepunkt seiner Tätigkeit war die Feier des 100jährigen Bestehens des Domchors am 13.11.1966. Als Zeichen der Anerkennung wurde er zum päpstlichen Geheimkämmerer ernannt, erhielt das Bundesverdienstkreuz 1.Klasse und die Mainzer Gutenbergplakette.

(aus: Franz Bösken, Archiv für Mittelrheinische Kirchengeschichte, 23.Jhg 1971)

Von 1951 bis 1963 leitete er den deutschen Chorverband Pueri Cantores. In dem Chorverband kommen Kinder und Jugendliche zusammen, die in kirchlichen Chören singen.

Nachdem die Kirchenmusik am Hohen Dom zu Mainz in der ersten Hälfte des 19. Jhs fast völlig zum Erliegen gekommen war, wurde der Domchor im Jahre 1866 unter Bischof Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811-1877) neu gegründet. Der aus Knaben und Männern bestehende Chor war nach der " Regensburger Tradition" ausgerichtet und widmete sich fast ausschließlich der Pflege des Gregorianischen Chorals und der Musik im a-cappella-Stil aus der Zeit der Vokalpolyphonie des 16. Jhs und deren Nachschöpfungen.

aus: Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland, 2003 -

Domkapellmeister

 

am Dom zu Mainz

  • Johann Ondratschek

 († 26.4. 1743)

Hofkapellmeister unter Kurfürst von Ostein

  • Johann Zach

(1699-1773)

Domkapellmeister von 1745 bis 1756

  • Johann Michael Schmid

 

Domkapellmeister von 1756

  • Caspar Joseph Lizius

(1760-1824)

Domkapellmeister von 1802 (?)

  • Adam Werner

 

Domkapellmeister von 1853 bis 1866

  • Georg Viktor Weber

(1838-1911)

Domkapellmeister von 1866 bis 1904 (Neugründung)

  • Albert Rudolf Vogt

(1871-1945)

Domkapellmeister von 1904-1940

  • Georg Paul Köllner

(1902-1971)

Domkapellmeister von 1940-1968

  • Heinrich Hain

(1934-2014)

Domkapellmeister von 1968-1984

  • Matthias Breitschaft

(1950)

Domkapellmeister von 1985-2012

  • Karsten Storck

(1973)

Domkapellmeister von 2012

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